Laa an der Thaya


„Ybbs und Enns, Stein und Krems, Brünn und Prag, Wien und Laa, Cölln am Rhein, – seindt der schönsten Städte neun“ ….. hieß es in einem alten Spruch. Laa an der Thaya wurde von den Babenbergern zu einer wichtigen Grenzfeste ausgebaut und mit einer gewaltigen Stadtmauer versehen – 2.200 Meter lang, bis zu neun Meter hoch und zwei Meter stark.

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Das Konzept zur planmäßigen Verteidigung des Landes wurde von Herzog Leopold VI. im Jahre 1220 ausgeführt. Es entstanden die Stadtbefestigungen von Wiener Neustadt, Bruck an der Leitha und Laa an der Thaya. Dieses System konnte sich später auch im Jahr 1278 gegen Ottokar Premysl bewähren. Laa hatte die Aufgabe, die Grenze gegen Norden zu verteidigen. Weit und breit gab es keinen Steinbruch, und es musste ein großer Aufwand betrieben werden, um Mauern von diesem Ausmaß entstehen zu lassen. Von einem italienischen Festungsbaumeister wurde die Wasserfestung konzipiert. Die Sümpfe der Thaya kamen der Stadt insofern zugute, als sie für Heere schwer passierbar waren. Besonders gegen Norden war die Mauer wehrhaft ausgebaut, denn von dort kamen die meisten feindlichen Einfälle: Böhmische Könige, mährische Raubritter, Hussiten, Schweden. Für militärische Verdienste wurden der Stadt immer wieder Privilegien zuerteilt, aber auch dann, wenn sie nach Verwüstungen im wirtschaftlichen Tief lag. Das Privileg, Bier über die Grenzen der Stadt hinaus auszuschenken, war eine Maßnahme um den Wiederaufbau nach den Hussiteneinfällen voranzutreiben.

Die Festung verlor an Bedeutung, als die Grenze zu Mähren eine innerösterreichische wurde. Die stolze Stadt, die so oft auch als Pfand gehandelt wurde, zählte „50 elende Hütten“. Der Kaiser ließ im Jahre 1569 Burg und Mauer generalsanieren. Doch die alten Mauern hatten mit Beginn des Dreißigjährigen Krieges keine Chance mehr – sie waren nicht für Feuerwaffen gebaut.

1850 begann das Zeitalter eines neuen, modernen Laa an der Thaya. Die Stadtmauer und die drei mächtigen Tore wurden großteils abgetragen. Mit dem Abbruchmaterial wurden die Plätze gepflastert. Reste der Mauer sind bei der Burg, bei der Hoffmann-Mühle, beim Bürgerspital und hinter dem Pfarrhof und beim Reckturm zu sehen.

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