Vernetzungstreffen Stadtmauerstädte - 20. November 2018

Am 20. November 2018 luden die NÖ Stadtmauerstädte zu einem Vernetzungstreffen nach Zwettl ein. Rund 40 Personen erlebten einen interessanten und spannenden Tag bei Stadtbesichtigungen, Referaten, Vorträgen und Erfahrungsaustausch.

Foto: Touristinfo Zwettl

Bürgermeister LAbg. Franz Mold begrüßte alle Gäste beim Empfang in der Zwettl-Info im Alten Rathaus und stellte die Stadtmauerstadt Zwettl mit ihren Besonderheiten vor. Die Obfrau des Vereins „NÖ Stadtmauerstädte“ Susanne Satory (Eggenburg) und Regionalbetreuerin DI Margit Fiby (NÖ.Regional.GmbH) freuten sich über das große Interesse an diesem Netzwerktreffen, berichteten über vergangene sowie künftige Projekte und führten durch den Tag.

Bei einem Rundgang durch die historische Innenstadt begleitete der Zwettler Stadtführer Helmut Hahn in charmanter Weise die Gruppe und ermöglichte zur Überraschung der Teilnehmer die Besichtigung des bewohnten Passauerturms.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus zur Goldenen Rose folgten interessante Fachreferate im sparkasse.event.raum. DI Klaus Fürst-Elmecker aus Freistadt/OÖ präsentierte das innovative Beleuchtungskonzept in der Innenstadt von Freistadt sowie die Bespielung des Stadtgrabens entlang der historischen Stadtmauer, wie zum Beispiel mit dem spektakulären „Freistädter Höhenflug“. Johannes Krämmer aus Gmünd in Kärnten lieferte einen einzigartigen Bericht über die jahrzehntelange Aufbauarbeit, welche die Kleinstadt zur mittlerweile berühmten „Künstlerstadt Gmünd“ etabliert hat. Mag. Nicole Pieper dokumentierte die Besonderheiten der Zwettler Stadtmauer und die spannenden Erkenntnisse, resultierend aus ihrer wissenschaftlichen Studie über die historische Stadtbefestigung in Zwettl.

Den Abschluss bildete die Besichtigung des Antonturmes, der im Rahmen eines Projektes der NÖ Stadtmauerstädte unter dem Motto „Inszenierung Stadtmauer“ in diesem Jahr mit Lichteffekten in Szene gesetzt wurde.

Der inspirierenden Tag in Zwettl hat Einblicke in laufende Projekte und erfolgreiche Aktivitäten gegeben und dazu beigetragen, Synergien zu entwickeln, Kontakte zu erneuern oder neu zu knüpfen und wertvolle Anregungen mitzunehmen.

Gewinnspiel der NÖ Stadtmauerstädte

Stmst_Gewinnkarte_2018

Noch bis 31.12.2018 läuft das Gewinnspiel der NÖ Stadtmauerstädte, bei dem es Aufenthalte in einer Stadtmauerstadt nach Wahl zu gewinnen gibt:

  1. Preis: Wochenend-Aufenthalt inkl. 1 Nächtigung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, Stadtführung und Museumsbesuch
  2. Preis: Stadtführung, Mittag- oder Abendessen und Museumsbesuch
  3. Preis: Stadtführung und Mittag- oder Abendessen

jeweils für 2 Personen

Das Motiv auf der Karten-Vorderseite stammt aus Waihofen an der Thaya und  zeigt die Sommerpromenade – einen sonnigen Rundweg, der sich südlich des Stadtzentrums zwischen Privatgärten und Dächern die historische Stadtmauer entlang schlängelt und wunderschöne Ausblicke auf die Thaya und die hügelige Waldviertler Landschaft der Umgebung bietet. Seine Fortsetzung findet der beliebte Spazierweg in der Winterpromenade. Diese steht der Idylle um nichts nach und führt vom Schloss die schattige Nordseite der Stadtmauer entlang.

Gewinnkarten liegen bei den Tourismusinfostellen, Museen und zahlreichen Betrieben in allen 11 Stadtmauerstädten auf. Online-Teilnahme ist auf dieser Website möglich. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2018.

NÖ Stadtmauerstädte - gemeinsam als Verein aktiv

Stmst_Gründungssitzung_Gruppenfoto_1_

Als Idee im Jahr 2001 entstanden und als lose Arbeitsgemeinschaft seit 2003 verbunden, schlossen sich die 11 Mitgliedsstädte der NÖ Stadtmauerstädte – Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg an der Donau, Horn, Laa an der Thaya, Marchegg, Retz, Waidhofen an der Thaya, Weitra und Zwettl – bei der Gründungssitzung am 28. Februar 2018 in Eggenburg zu einem Verein zusammen. Zur Obfrau wurde die bisherige ARGE-Sprecherin Susanne Satory, Vizebürgermeisterin der Stadtgemeinde Eggenburg, gewählt. Sie bedankte sich für das Vertrauen und zeigte sich optimistisch, was die zukünftige Kooperation der Städte im gemeinsamen Verein betrifft.

Die Gemeinschaft der NÖ Stadtmauerstädte kann auf eine Reihe von Projekten und Aktivitäten zurückblicken, die – zu einem großen Teil mit finanzieller Unterstützung durch die NÖ Stadterneuerung – gemeinsam umgesetzt wurden. So wurde in den Anfangsjahren eine touristische Studie als Basis für die weiteren Maßnahmen erstellt, und bei Exkursionen zu Städten mit Stadtmauern in Tschechien und Kärnten ein Blick über den eigenen Tellerrand gemacht. Es folgte die Entwicklung eines Corporate Designs mit einem gemeinsamen und 11 individuellen Foldern, einheitlich beschilderten Themenwegen unter Einbeziehung der Stadtmauer in jeder Stadt, einer eigenen Homepage, Fahnen, Rollups und anderem mehr.

Um die Qualität der Stadtführungen zu heben, nahmen die Stadtführer und Stadtführerinnen an einem Qualifizierungslehrgang teil. Für Gastronomen wurde ein Workshop mit dem Titel „Schlemmen und Schmausen im Mittelalter“ und für Bauhofmitarbeiter eine Schulung durch das Bundesdenkmalamt zur fachgerechten Stadtmauern-Sanierung und -erhaltung organisiert.

Seit Jahren gibt es ein jährliches Gewinnspiel, einen regelmäßigen Newsletter und den Aktionstag Stadtmauer, der Interesse für das wertvolle kulturhistorische Erbe bei Einheimischen und Gästen wecken soll. Auch Schul- und Fotowettbewerbe wurden fallweise veranstaltet, und die Wanderausstellung „Kleider machen Leute“ über Kleidung und deren Herstellung im Mittelalter war in allen Stadtmauerstädten zu sehen. Unter dem Projekttitel „Inszenierung Stadtmauer“ wird aktuell von einigen Städten die Stadtmauer oder Teile davon mit Effektbeleuchtung betont.

Bei all diesen Aktivitäten wurden die Stadtmauerstädte von Beginn an durch Mitarbeiterinnen der NÖ Dorf- und Stadterneuerung bzw. seit 2015 der NÖ.Regional.GmbH betreut. Dass dies aufgrund der bisherigen Erfolge auch weiterhin so sein soll, darüber waren sich die Gründungsmitglieder des Vereins am 28. Februar einig. Auch die regelmäßigen Aktivitäten sollen weitergeführt werden, ergänzt durch eine jährliche Fachexkursion der Mitgliedsstädte im Frühjahr und ein Vernetzungstreffen im Herbst, zu dem nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle Städte Niederösterreichs mit Stadtmauern eingeladen werden. Grundsätzlich ist der Verein für neue Mitgliedsstädte offen, die vorherige Anpassung an die gemeinsame Auftrittslinie wird jedoch vorausgesetzt.