Mauern verbinden - über Grenzen hinweg

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Auf großes Interesse stieß die Fachexkursion der NÖ Stadtmauerstädte in die grenznahe tschechische Stadt Znojmo/Znaim am 15. März 2019 im Rahmen eines beim Interreg Kleinprojektefonds Österreich – Tschechische Republik durchgeführten Projektes. An der Fahrt nahmen rund 30 mit dem Tourismus befasste Personen aus den Städten Drosendorf, Eggenburg, Hainburg an der Donau, Horn, Laa an der Thaya, Marchegg, Retz, Weitra und Zwettl teil. Ziel der Exkursion war es, Informationen und Einblicke in die touristischen Aktivitäten der Stadt Znojmo zu erhalten, insbesondere auch die historische Stadtmauer kennen zu lernen und sich mit Vertreterinnen der dortigen Tourismusstellen auszutauschen und zu vernetzen.

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Der Bürgermeister von Znojmo Jan Grois begrüßte die Gruppe im Rathaus, informierte über aktuelle Projekte und Schwerpunkte seiner Stadt und beantwortete Fragen zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung von Stadt und Region.

Anschließend wurde unter der kompetenten Führung von Frau Zuzana Pastrňáková die Stadt erkundet. Erster Programmpunkt war der „Znaimer Untergrund“ – insgesamt 27 km lange Kelleranlagen, die in früheren Zeiten als Versteck vor Feinden und zur Vorratshaltung dienten. Heute zählen Themenführungen auf vier verschiedenen Routen und Veranstaltungen wie Märchentheater oder Halloween in den Kellern zu den touristischen Highlights der Stadt.

Nach dem Mittagessen ging es zum Areal der Znaimer Burg mit der kulturhistorisch besonders bedeutsamen „Rotunde der Hl. Katharina“, dem ältesten Gebäude der Stadt. In der Ausstellung über das Brauwesen auf dem alten Brauereigelände erfuhr man Wissenswertes über die Tradition des Bierbrauens. Zu guter Letzt stand die Besichtigung der Stadtmauer und einiger ihrer Türme auf dem Programm. Nach dem Aufstieg auf den Schießturm und den Neuen Turm zeigten sich die Besucherinnen und Besucher besonders vom guten Erhaltungszustand des historischen Mauerwerks sowie der kompetenten Geschichtsvermittlung beeindruckt.

Beim abschließenden gemeinsamen Kaffeehaus-Besuch wurden noch so manche Informationen und Erfahrungen zwischen den Tourismusverantwortlichen ausgetauscht. Der Blick über den eigenen Tellerrand hat sich gelohnt. – Beeindruckt von der sehenswerten Stadt Znojmo machte sich die Gruppe am späten Nachmittag wieder auf den Heimweg. Vorher wurde jedoch noch ein Gegenbesuch vereinbart – beim Aktionstag Stadtmauer am 27.4.2019 in allen NÖ Stadtmauerstädten und beim Vernetzungstreffen am 18.9.2019 in Retz sind ideale Gelegenheiten dazu.

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Gewinnspiel der NÖ Stadtmauerstädte

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Auch 2019 gibt es wieder ein Gewinnspiel der NÖ Stadtmauerstädte, bei dem Sie Aufenthalte in einer Stadtmauerstadt nach Wahl  gewinnen können:

  1. Preis:  Wochenend-Aufenthalt inkl. 1 Nächtigung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, Stadtführung und Museumsbesuch
  2. Preis:  Stadtführung, Mittag- oder Abendessen und Museumsbesuch
  3. Preis:  Stadtführung und Mittag- oder Abendessen

jeweils für 2 Personen

Das Motiv auf der Karten-Vorderseite stammt aus der Stadtmauerstadt Horn und  zeigt den Fußgängerdurchgang an der Nordseite der Stadtmauer von der Robert Hamerling-Straße Richtung Stadtzentrum. An dieser Stelle und weiter Richtung Osten ist die Horner Stadtmauer unverbaut und daher besonders gut zu sehen. Bei einem Spaziergang entlang des beschilderten Stadtmauernrundweges erfahren Sie interessante Details der Stadtgeschichte und lernen das kulturhistorische Erbe Horns kennen.

Gewinnkarten liegen bei den Tourismusinfostellen, Museen und zahlreichen Betrieben in allen 11 Stadtmauerstädten auf. Online-Teilnahme ist auf dieser Website möglich. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2019.

NÖ Stadtmauerstädte - gemeinsam als Verein aktiv

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Als Idee im Jahr 2001 entstanden und als lose Arbeitsgemeinschaft seit 2003 verbunden, schlossen sich die 11 Mitgliedsstädte der NÖ Stadtmauerstädte – Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg an der Donau, Horn, Laa an der Thaya, Marchegg, Retz, Waidhofen an der Thaya, Weitra und Zwettl – bei der Gründungssitzung am 28. Februar 2018 in Eggenburg zu einem Verein zusammen. Zur Obfrau wurde die bisherige ARGE-Sprecherin Susanne Satory, Vizebürgermeisterin der Stadtgemeinde Eggenburg, gewählt. Sie bedankte sich für das Vertrauen und zeigte sich optimistisch, was die zukünftige Kooperation der Städte im gemeinsamen Verein betrifft.

Die Gemeinschaft der NÖ Stadtmauerstädte kann auf eine Reihe von Projekten und Aktivitäten zurückblicken, die – zu einem großen Teil mit finanzieller Unterstützung durch die NÖ Stadterneuerung – gemeinsam umgesetzt wurden. So wurde in den Anfangsjahren eine touristische Studie als Basis für die weiteren Maßnahmen erstellt, und bei Exkursionen zu Städten mit Stadtmauern in Tschechien und Kärnten ein Blick über den eigenen Tellerrand gemacht. Es folgte die Entwicklung eines Corporate Designs mit einem gemeinsamen und 11 individuellen Foldern, einheitlich beschilderten Themenwegen unter Einbeziehung der Stadtmauer in jeder Stadt, einer eigenen Homepage, Fahnen, Rollups und anderem mehr.

Um die Qualität der Stadtführungen zu heben, nahmen die Stadtführer und Stadtführerinnen an einem Qualifizierungslehrgang teil. Für Gastronomen wurde ein Workshop mit dem Titel „Schlemmen und Schmausen im Mittelalter“ und für Bauhofmitarbeiter eine Schulung durch das Bundesdenkmalamt zur fachgerechten Stadtmauern-Sanierung und -erhaltung organisiert.

Seit Jahren gibt es ein jährliches Gewinnspiel, einen regelmäßigen Newsletter und den Aktionstag Stadtmauer, der Interesse für das wertvolle kulturhistorische Erbe bei Einheimischen und Gästen wecken soll. Auch Schul- und Fotowettbewerbe wurden fallweise veranstaltet, und die Wanderausstellung „Kleider machen Leute“ über Kleidung und deren Herstellung im Mittelalter war in allen Stadtmauerstädten zu sehen. Unter dem Projekttitel „Inszenierung Stadtmauer“ wird aktuell von einigen Städten die Stadtmauer oder Teile davon mit Effektbeleuchtung betont.

Bei all diesen Aktivitäten wurden die Stadtmauerstädte von Beginn an durch Mitarbeiterinnen der NÖ Dorf- und Stadterneuerung bzw. seit 2015 der NÖ.Regional.GmbH betreut. Dass dies aufgrund der bisherigen Erfolge auch weiterhin so sein soll, darüber waren sich die Gründungsmitglieder des Vereins am 28. Februar einig. Auch die regelmäßigen Aktivitäten sollen weitergeführt werden, ergänzt durch eine jährliche Fachexkursion der Mitgliedsstädte im Frühjahr und ein Vernetzungstreffen im Herbst, zu dem nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle Städte Niederösterreichs mit Stadtmauern eingeladen werden. Grundsätzlich ist der Verein für neue Mitgliedsstädte offen, die vorherige Anpassung an die gemeinsame Auftrittslinie wird jedoch vorausgesetzt.