Aktionstag Stadtmauer - 22. April 2017

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Foto: Brigitte Samhaber

Um auf das wertvolle Kulturgut der Stadtmauern aufmerksam zu machen, bieten die Stadtmauerstädte im Rahmen des Aktionstages Stadtmauer am Samstag, den 22. April 2017 bei freiem Eintritt Stadtführungen und Events für Einheimische und Gäste.

Drosendorf
15 Uhr – Stadtmauernspaziergang mit dem Bauhistoriker MMag. Ronald Woldron
Treffpunkt: Mariensäule am Hauptplatz

Eggenburg
10.30 Uhr – Jubiläumsführung „10 Jahre mittelalterliche Stadtführungen in Eggenburg“ mit mittelalterlichem Schmaus und Trank
19 Uhr – Nachtwächterführung
Treffpunkt: Pranger am Hauptplatz
Anmeldung erforderlich: Tourismusinformation Eggenburg, Tel. 43 (0) 2984 / 3400, tourismusinfo@eggenburg.at

Gross-Enzersdorf
14 Uhr – Sonderstadtführung mit inszenierten Programmpunkten durch die Stadt und an der Stadtmauer
Treffpunkt: Burghof/Stadtsaal, Hauptplatz 12

Hainburg an der Donau
10 Uhr – Spezial-Stadtführung zum zweiten Weltkrieg – über die Auswirkungen und Veränderungen in der Stadt, über die Verkehrsverbindungen und Wehrmachtseinrichtungen in und um die Stadt, den Bau des Südostwalles, die Folgen des Krieges wie Zerstörungen und Beschädigungen anhand alter Fotos
Treffpunkt: Gästeinformationsbüro, Fabriksplatz 1a

Laa an der Thaya
10 Uhr – Stadtführung durch die historische Innenstadt, zur Burg und zur Stadtmauer
Treffpunkt: Schüttkasten, Kirchenplatz 18

Marchegg
15 Uhr – Geführte Tour mit Rätselrallye und Gewinnspiel
17 Uhr – Ausklang mit Snacks und Tombola
Storchenhaus im Schlosspark

Retz
15 Uhr – Stadtmauernrundgang für Einheimische und Gäste
Treffpunkt: Tourismusbüro, Hauptplatz 30

Waidhofen an der Thaya
15 Uhr – Stadtspaziergang durch das Stadtzentrum und entlang der Stadtmauer
Treffpunkt: Rathaus, Hauptplatz 1

Weitra
15 Uhr – Erlebniswanderung „Mode und Leben im Mittelalter“ entlang der Stadtmauer (entfällt bei Regenwetter)
Treffpunkt: Rathaus, Rathausplatz 1
16 Uhr – Eröffnung der Sonderausstellung „Kleider machen Leute – Leute machen Kleider“
Museum Alte Textilfabrik, Oberbrühl 13
Gemütlicher Ausklang bei mittelalterlicher Kost

Zwettl
19 Uhr – „G’schichten & Kulinarisches rund um die Mauer“ mit Elisabeth Moll in historischer Gewandung, Abschluss mit einer kulinarischen Überraschung
Treffpunkt: Stadtamt Zwettl, Gartenstraße 3

Ortskernbelebung in historischen Städten

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Unter diesem Titel lud die Kooperation der NÖ Stadtmauerstädte am 6. Oktober 2016 zu einem Vernetzungstreffen nach Eggenburg ein, um neben der Besichtigung von Best Practice-Beispielen Informationen aus erster Hand zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen.

Seit 15 Jahren arbeiten 11 Städte im nördlichen Niederösterreich – Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg an der Donau, Horn, Laa an der Thaya, Marchegg, Retz, Waidhofen an der Thaya, Weitra und Zwettl – zusammen an gemeinsamen Aktivitäten und Projekten auf Basis des kulturhistorischen Erbes ihrer Stadtmauern. Dabei werden sie von der NÖ.Regional.GmbH betreut,  mehrere Projekte wurden von der NÖ Stadterneuerung gefördert.

Zum Vernetzungstreffen am 6.10.2016 kamen auch VertreterInnen anderer niederösterreichischer Städte mit Stadtmauern. Bürgermeister Georg Gilly begrüßte die TeilnehmerInnen im „Grätzl“, dem mittigen Gebäudekomplex am Eggenburger Hauptplatz, der ein Vorzeigebeispiel gelungener Ortskernbelebung darstellt.

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Beim anschließenden Stadtrundgang konnte man einen Blick in einige Geschäfte im „Grätzl“ werfen, und weitere historische Objekte wie das Bürgerspital und die Stadtmauer boten Beispiele für die vielfältigen Nutzungen durch kulturelle und touristische Initiativen.

Nach einer stilgerechten Stärkung mit köstlichem mittelalterlichem Eintopf ging es weiter in den wunderschönen Barocksaal im „Grätzl“. Dort präsentierte DI Margit Fiby von der NÖ.Regional.GmbH die bisherigen Aktivitäten der Stadtmauerstädte-Kooperation. Anschließend informierte Mag. Wolfgang Alfons über die Initiative Zentrumsbelebung des Landes Niederösterreich mit praktischen Beispielen und wichtigen Kriterien zum Thema. Dass die Erhaltung der baulichen Kulturgüter eine wesentliche Basis für weitere Maßnahmen darstellt, betonte DI Markus Schmoll vom Bundesdenkmalamt.

Rege diskutiert wurde im Anschluss an die Referate über die Adaptierung historischer Gebäude für aktuelle Nutzungen, wobei die Referenten die Bereitschaft der Behörden zur Unterstützung geeigneter individueller Lösungen betonten. Nach einer Führung durch die Ausstellung „Kleider machen Leute“ über Kleidung im Mittelalter machten sich die TeilnehmerInnen mit vielen interessanten Eindrücken und vielleicht auch mit neuen Ideen zur Ortskernbelebung auf den Heimweg.

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Neues Spiel - neue Chance

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Auch heuer gibt es wieder ein Gewinnspiel der NÖ Stadtmauerstädte, bei dem es Aufenthalte in einer Stadtmauerstadt nach Wahl zu gewinnen gibt:

  1. Preis: Wochenend-Aufenthalt inkl. 1 Nächtigung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, Stadtführung und Museumsbesuch
  2. Preis: Stadtführung, Mittag- oder Abendessen und Museumsbesuch
  3. Preis: Stadtführung und Mittag- oder Abendessen

jeweils für 2 Personen

Gewinnkarten liegen bei den Tourismusinfostellen, Museen und zahlreichen Betrieben in allen 11 Stadtmauerstädten auf.

Das Motiv auf der Vorderseite der Gewinnkarte 2017 zeigt die imposante Stadtmauer von Eggenburg, die im Rahmen von Stadtführungen und bei Veranstaltungen von der Kanzlerwiese aus begehbar ist.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2017.

Lernen am guten Beispiel

Bei einer Exkursion am 28. März informierten  sich TeilnehmerInnen aus den NÖ Stadtmauerstädten über Tourismusmarketing, Zentrumsbelebung und Denkmalschutz in der geschichtsträchtigen oberösterreichischen Stadt Steyr.

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Die Gruppe begann ihr Erkundungsprogramm mit einer Präsentation der Aktivitäten in Steyr durch VertreterInnen der Stadtgemeinde, allen voran Bürgermeister Gerald Hackl, Vizebürgermeister Dr. Helmut Zöttl und Stadtrat Gunter Mayrhofer, sowie durch Tourismusdirektorin Eva Pötzl und Stadtmarketing-Leiterin Lisa-Maria Pfandl. Steyr wurde als Stadt mit bedeutsamer historischer Entwicklung vorgestellt, deren wechselhafte Geschichte architektonische Spuren hinterlassen und das Sozialgefüge stark geprägt hat. Gegründet zur Zeit der Babenberger stieg Steyr durch Handelsprivilegien und Metallverarbeitung zur reichen Stadt auf. Durch den 30jährigen Krieg verlor es später rund ein Drittel seiner Einwohner, und es folgte eine Zeit des wirtschaftlichen Stillstands. Die Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert brachte die Waffenproduktion nach Steyr. Nach dem 2. Weltkrieg traten Probleme wie Leerstand und Überalterung der Gebäude zutage. Allerdings erkannte man bald – angestoßen durch Privatinitiativen – den großen kulturhistorischen Wert der alten Industriegebäude und kleinteiligen Stadtstrukturen. Wirtschaftlich folgte nach dem Niedergang der Waffenindustrie eine Ansiedlung verschiedener metallverarbeitender Betriebe, die das vorhandene Potenzial an gut ausgebildeten Facharbeitskräften nutzten. Investitionen in die Infrastruktur und Anreize zur Gebäudesanierung und -erhaltung machten die Stadt schließlich zu dem von Einheimischen und BesucherInnen geschätzten Kleinod, das sie heute ist. Die ExkursionsteilnehmerInnen zeigten sich sehr beeindruckt und stellten viele Fragen, beispielsweise zum „Steyrer Panter“, dem jährlich vergebenen Anerkennungspreis für drei besonders gut gelungene Sanierungen historischer Gebäude, oder zum Stadtmarketing, das wirtschaftliche Aktivitäten in der Stadt unterstützt.

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Auf besonderes Interesse stieß der nachmittägliche Stadtspaziergang mit Ing. Thomas Bodory von der Fachabteilung für Altstadterhaltung der Stadtgemeinde Steyr. Dabei konnten sich die BesucherInnen von dem am Vormittag Gehörten selbst ein Bild machen. Der Weg führte sie über den weitläufigen langgestreckten Steyrer Hauptplatz mit seinen prächtigen historischen Hausfassaden, in mittelalterliche Innenhöfe, die durch aktuelle Nutzungen belebt werden, zum touristischen Hotspot – dem Zusammenfluss der Flüsse Steyr und Enns, durch den idyllischen Stadtteil Steyrdorf hinunter zum Wehrgraben mit seinen vorbildlich sanierten Industriebauten, sowie hinauf zum Schloss und weiter zum Stadtgraben, der als erholsame Grünfläche zur Verfügung steht.

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Mit vielen neuen Eindrücken und vielleicht auch Inspirationen zu Maßnahmen in der eigenen Stadt machten sich die ExkursionsteilnehmerInnen gegen Abend wieder auf den Heimweg.

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