Gross-Enzersdorf

Das Tor zum weiten Land!

Gross-Enzersdorf

Kommt man von Wien und verlässt die letzten Häuser von Essling, beginnt hier vor den Toren der Stadt etwas ganz anderes, eigenständiges: eine Kulturlandschaft mit eigentümlicher Anziehungskraft, geformt durch die wechselvolle Geschichte, die Donau und die weite Ebene.

Wie für Marchfeldstädte typisch, schart sich auch Groß-Enzersdorf eng um seine Kirche, wie um in der großen Weite zu bestehen. Als sehr alte Stadt nennt es auch eine der wenigen noch erhaltenen historischen Stadtmauern ihr Eigen. Mit deren Bau wurde im Jahr 1396 begonnen, und genauso lange hält Groß-Enzersdorf schon das Stadtrecht – im Volksmund deshalb als „Stadtl“ bezeichnet.

Früher noch, um 1160, wurde es als „Encinesdorf“ das erste Mal urkundlich erwähnt – als Besitz der Bischöfe von Freising. Zwei Türkenbelagerungen, einen Beschuss durch Napoleon und Bomben im Zweiten Weltkrieg hat Groß-Enzersdorf seither überdauert. In den alten Mauern wird so manche Geschichte wieder lebendig, etwa bei den Nachtwächterführungen im historischen Gewand.
Durch seine Lage am Rand des Nationalparks Donau Auen eignet sich Groß-Enzersdorf gut als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die Au und die nahe Umgebung, wo man zum Beispiel auf dem Napoleon Pfad auch auf den Spuren des französischen Kaisers wandeln kann. Das Marchfeld – nicht nur fruchtbares Gemüseanbaugebiet, sondern auch geschichtsträchtiger Boden – lässt sich hervorragend auf dem Drahtesel erkunden.
Besuchen Sie den traditionellen Wochenmarkt Mittwoch vormittags im und vor dem Burghof oder den Frischemarkt mit heimischen Produkten Samstag vormittags am Hauptplatz. Hier kümmern sich die Marktfahrer noch persönlich um ihre Kunden.

Lassen Sie sich von einem Nachtwächter in historischem Gewand zu den alten Plätzen führen. Erleben Sie in der Stadtpfarrkirche eine außergewöhnliche Kirchen- oder Orgelführung. Groß-Enzersdorf bietet darüber hinaus viele kulturelle Ereignisse in angenehmer Atmosphäre, wie   z. B. Ausstellungen im Kunstlokal, Lesungen,Konzerte und Theaterabende.

Stadtmauer erkunden

Die kleine Marchfeldstadt Groß-Enzersdorf – im Volksmund „Stadtl“ genannt – kann auf eine überraschend vielfältige Entwicklung zurückblicken. Folgen Sie den Spuren der Geschichte ausgehend vom Bau der Stadtmauer im Jahr 1396 über die Türkenbelagerung und die Truppen Napoleons bis zu den Auswirkungen des 2. Weltkrieges.

Veranstaltungen in Gross-Enzersdorf

Aktivitäten in Gross-Enzersdorf

Encinesdorf war bis Ende des 14. Jh. ein palisadenbewehrter Ort. Die 1396 begonnene Stadtmauer ist ein sichtbares Zeichen einer Privilegierung der Herzöge Wilhelm, Leopold und Albrecht IV. an ihren – während der Erbschaftsstreitigkeiten mit großer Diplomatie waltenden – Staatkanzler Bischof Berthold von Wehingen. Mit dem Bau der Stadtmauer samt wasserführendem Graben rückte Groß-Enzersdorf in den Rang einer Stadt auf. Im Inneren der Mauer, ungefähr auf Zinnenhöhe, führte ein hölzerner Wandelgang zu den jeweiligen Vierteltürmen.

  • Durch die Lobau

    Groß-Enzersdorf liegt unmittelbar am Nationalpark Donauauen, dessen westlicher Teil die Lobau ist. Zahlreiche Spazier- und Wanderwege führen durch das weitläufige Augebiet mit seinen Wiesen, Wäldern, Wasserläufen und Tümpeln. Auf verschiedenen, gut markierten Routen mit 5 – 10 km Länge kann man die einzigartige Natur erkunden.

  • Donau-Radweg

    Der Donau-Radweg ist eine der bekanntesten und best ausgebautesten Fern-Radrouten Europas. Sein rund 50 km langer Abschnitt Wien-Hainburg führt südlich von Groß-Enzersdorf durch den Nationalpark Donauauen.

  • Natur- und Napoleonrundgang

    Zu den historischen Stätten rund um Groß-Enzersdorf mit Hans Leitgeb in der Uniform der KK Grenadiere, kombiniert mit einem Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks Donauauen mit Dr. Gabriele Hrauda

    Information und Anmeldung: Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf

  • Groß-Enzersdorf

    Sagenhaftes Groß-Enzersdorf

    Spezielle Kinderführungen für Gruppen buchbar, Beitrag € 4,-/Kind Nachtwächter Hans Leitgeb erzählt interessierten ZuhörerInnen bei einer Wanderung durch die Stadt bei verschiedenen Schauplätzen Sagen aus dem Marchfeld.

    Termin nach Vereinbarung: Tel.: +43 (0) 676 / 4998261

  • Lobau-Radweg

    Die kurze Radrunde führt unweit von Groß-Enzersdorf in Form einer Acht durch die Lobau, einen Teil des Nationalparks Donauauen auf Wiener Stadtgebiet. Streckenlänge: ca. 15 km

    Verlauf (bei Start in Wien): Raffineriestraße/Damm-Roter Hiasl-Biberhaufenweg-Reiherweg-Schilfweg-Lobaugasse-Brockhausergasse-Saltenstraße-Napoleonsteig-Alte Napoleonstraße-Lobaugrundstraße-Raffineriestraße/Damm

    Auf Anfrage bietet der Nationalpark Donauauen von April bis Oktober auch geführte Radtouren für Gruppen an, bei denen man das Ökosystem Au näher kennen lernen kann.

  • Heimatmuseum

    Heimatmuseum

    In vier Räumen im Erdgeschoß des Rathauses geben ca. 300 Objekte Zeugnis von der interessanten Geschichte der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf. Anhand eines Stadtmodells erhält man einen guten Eindruck von der historischen ummauerten Stadt.

    Öffnungszeiten: nach Anmeldung im Rathaus und bei Veranstaltungen

  • Das Konzert in der Au

    Das Konzert in der Au

    Mitten in der Natur, auf einer Lichtung im Nationalpark Donauauen nahe Groß-Enzersdorf, erklingt alljährlich am Pfingst-Wochenende klassische Musik vom Feinsten, kombiniert mit Literatur, dargeboten von professionellen SchauspielerInnen. Die Gäste sitzen auf goldenen Sesseln und genießen das außergewöhnliche Kultur&Natur-Erlebnis bei Erdbeeren und Sekt.

    Das Konzert in der Au ist Teil der Kulturwochen Marchfeld, der Vereinigung der Hochkulturträger der Region mit Schloßhof, Schloß Eckartsau und Schloß Orth.

  • © Bernhard Beilner

    Höfefest

    Ausgewählte Groß-Enzersdorfer Höfe haben alljährlich an einem Sonntag im September ihre Tore geöffnet und bieten bekannten Künstlern und verborgenen jungen Talenten eine Bühne. Ein buntes und vielfältiges Programm wartet bei freiem Eintritt auf die BesucherInnen!

  • Kotter

    Kotter

    In den noch vorhandenen Zellen im Inneren des ehemaligen Gemeindegefängnisses – des Kotters – kann man nachfühlen, wie es einem Gefangenen in früheren Zeiten ergehen mochte. Das zweigeschoßige Bauwerk wurde nach 1838 im Hof des späteren Bezirksgerichts errichtet, kann heute im Zuge einer Stadtführung besichtigt werden und ist Schauplatz kleiner, feiner Kulturveranstaltungen.